Fremde Werden Freunde

 
Eine Initiative für Toleranz und Gastfreundschaft in Erfurt

Das Projekt "Fremde werden Freunde" - ein gemeinsames Projekt der Universität, Fachhochschule, Stadtverwaltung Erfurt und des Thüringer Instituts für Akademische Weiterbildung e.V. wurde im Dezember 2002 in Erfurt/Thüringen ins Leben gerufen. Beide Hochschuleinrichtungen empfangen jedes Jahr etwa 100 neue ausländische Studierende. Während sie an den Hochschulen meist schnell und gut integriert sind, fehlt ihnen häufig der Kontakt zu Einrichtungen und Menschen außerhalb der Hochschulen. Ausgehend von der Tatsache, dass man ein Gastland nur dann wirklich kennen lernen kann, wenn man unmittelbaren Kontakt zu dessen Menschen gewinnt, haben wir ein städtisches Patenschaftsprogramm aufgebaut.

Im Rahmen des Projektes "Fremde werden Freunde" werden ausländischen Studierenden Paten aus der Stadt Erfurt vermittelt. Als Paten beteiligen sich Bürger aller Altersklassen und sozialen Schichten: Familien und Einzelpersonen, Berufstätige und Arbeitslose, Rentner und Jugendliche, Mitglieder verschiedener Parteien und Vereine.

Das Projekt startete im Dezember 2002 mit 44 Patenschaften. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt laufen etwa 130 Patenschaften zwischen Studierenden aus über 40 Ländern und Paten aus Erfurt. In jedem Semester wird ein Begrüßungsabend organisiert, auf dem sich ausländische Studierende und Paten kennen lernen. Ein Höhepunkt für alle Beteiligten ist eine gemeinsame Exkursion pro Semester, um die Kontakte zwischen den ausländischen Studierenden und ihren Erfurter Paten zu festigen sowie das Kennenlernen untereinander zu fördern. Die weitere Zeit gestalten Paten und Studierende dann selbständig entsprechend ihrer gemeinsamen Interessen. Ein regelmäßiger Treffpunkt ist der Internationale Stammtisch.

Ein künftiger Schwerpunkt im Projektkonzept ist die Ausdehnung des Gedankens von "Fremde werden Freunde" auf die Wirtschaft. Dabei sollen insbesondere Thüringer Unternehmen hinsichtlich der Entwicklung von Wirtschaftsbeziehungen zu ausländischen Firmen das Potential der ausländischen Studierenden berücksichtigen können und beide Seiten daraus Nutzen ziehen.

Im Mai 2006 und 2007 wurde das Projekt "Fremde werden Freunde" im Rahmen des Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" mit einem Ehrenpreis für ideenreiches und wirkungsvolles ziviles Engagement ausgezeichnet.

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